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Das Projekt Mädchensprechzimmer

Studien zum Thema Jugendsexualität zeigen, dass trotz einer scheinbaren Überinformiertheit nach wie vor große Wissenslücken und Fehleinschätzungen beim Thema Verhütung, körperliche Vorgänge und übertragbare Krankheiten vorherrschen. Mit dem Mädchensprechzimmer soll ein Rahmen geboten werden, indem in Form eines Workshops sexualpädagogisch und gynäkologisch relevante Themen aufgegriffen werden.

Ziel ist, die Mädchen und jungen Frauen bei ihren Fragen und Anliegen zu unterstützen sowie die Informations- und Handlungsebene miteinander zu verbinden. Das ermöglicht, fachliches und abstraktes Wissen um die Sexualität auf die eigene Situation umzulegen und die Kompetenz im Umgang mit dem eigenen Körper und den individuellen Bedürfnissen, Sehnsüchten und Gefühlen zu fördern.

Sexuelle Kompetenz macht es möglich persönliche Bedürfnisse und individuelle Grenzen zu spüren. Sexuelle Kompetenz bedeutet sich der eigenen Wertigkeit bewusst sein, eigene Wünsche und Sehnsüchte zu formulieren und ihnen Raum zu geben. Sexuelle Kompetenz macht letztendlich ein Warnen mit erhobenen Zeigefinger vor unangenehmen Situationen (ungewollte Schwangerschaft, Beziehungsunglück, Krankheiten, etc.) unnötig und macht ein Finden einer sexuellen Identität auf geistiger, körperlicher, wie auch gesellschaftlicher Ebene möglich.

Angebot für Schulen und Jugendinstitutionen

Das Angebot richtet sich an Schulen und Institutionen und ist als ergänzendes Angebot zur Sexualaufklärung bzw. als Präventionsarbeit gedacht:

  • Das Mädchensprechzimmer findet in der gynäkologischen Praxis statt – Franckstraße 21, 8010 Graz.
  • Dauer: 2 Stunden à 50 min
  • Kosten: 50,- pro Workshop (die restlichen Kosten werden von der Stadt Graz übernommen)
  • Gruppengröße: maximal 15 Teilnehmerinnen
  • Alter: ab 12 Jahre

Ablauf

Das Konzept beinhaltet in erster Linie die Lebendigkeit im Umgang mit der Gruppe das Aufnehmen aktueller Fragen, sowie ein Hinführen zum Thema. Die Methodik richtet sich immer nach der Altersstufe der Mädchen/jungen Frauen, sowie den gruppenspezifischen Anliegen und variiert daher je nach Gruppe. Nach dem Warm-Up (Vorstellungsrunde, Herstellung einer vertrauensvollen Atmosphäre, Abklären des Informationsstandes und der Stimmung in der Gruppe) wird in einem weiteren Schritt die Gruppe zweigeteilt. Einer Gruppe wird die Praxis vorgestellt, der Ablauf eines Besuchs bei dem/der Gynäkologen/in erklärt, sowie gynäkologisch relevante Themen rund um Sexualität und Verhütung besprochen. Mit der anderen Gruppe werden unter Berücksichtigung geschlechtssensibler Aspekte sexualpädagogisch relevante Themen behandelt. Vor dem Hintergrund der Stärkung der Selbstbestimmung wird auf „emotionale Übersetzungsarbeit“ bzw. auf das Eingehen von Fragen und verschlüsselten Botschaften besonders Wert gelegt. Die beiden Gruppen wechseln nach Workshop-Halbzeit.


Inhalte

  • Biologische Vorgänge im Körper
    bin ich in der Pubertät? wann ist sie vorbei?
  • Zyklus – Menstruation – fruchtbare Tage
    wie funktioniert mein Zyklus?

  • das Erste Mal
    was soll ich beachten?

  • Verhütung
    welches Verhütungsmittel ist das Beste?

  • Was tut ein Frauenarzt / eine Frauenärztin
    wie läuft eine Untersuchung ab? wann soll ich hingehen?

  • Schwangerschaft – Schwangerschaftsabbruch
    welche Möglichkeiten gibt es?

  • Sexuell übertragbare Krankheiten
    wie bleibe ich gesund?

  • Sexuelle Entwicklung von Mann und Frau
    warum ticken Burschen und Mädchen anders?

  • Sexuelle Orientierung
    wann bin ich bi oder lesbisch?

  • Kennenlernen und sich verlieben
    wann weiß ich, dass jemand auf mich steht?

  • Gute und schlechte Gefühle
    warum?

  • Rechtliche Grundlagen
    wann darf ich was in Sachen Sex?




Ziele

  • Förderung der emotionalen und körperlichen Kompetenz
  • verzerrte Vorstellungen entschärfen
  • Ängste nehmen
  • richtigen Umgang mit Verhütungsmittel fördern
  • Sensibilisierung für eigene Bedürfnisse
  • Sensibilisierung für den Umgang mit Nähe und Distanz
  • Förderung der Auseinandersetzung mit sich selbst
  • ungewollte Schwangerschaften verhindern
  • Erweiterung der Handlungskompetenz
  • Stärkung der Eigenverantwortung und der Selbstbestimmung
  • Stärkung des Selbstwertgefühls


Qualitätssicherung durch Gewährleistung von Beratungsstandards

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem österreichischen Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapien in Wien und den Besuch regelmäßig stattfindender Fachkreise ist ein hoher Beratungsstandard gewährleistet.

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